Frustration vier Schreckgespenster der Personalführung

Jahr für Jahr entstehen den Unternehmen sogenannte „stille Kosten“, die durch Frustration ausgelöst werden. Frustration ist ein nachhaltiger mentaler Konflikt, wenn Bedürfnisse nicht befriedigt werden können (kognitive Dissonanz).

Ein entgegenwirken verringert die Kosten des Unternehmens.

„Stille Kosten“ werden verursacht durch:

Störung des Betriebsklimas: interaktive, sprich zwischenmenschliche Konflikte als sichtbare Folge sozialpsychologischen Aggressionen. (Mobbing, Schlägereien, etc.)

Fehlzeiten: Sind keine physischen Störungen nach MASLOW. Sind aber immer dann gegeben wenn sich der MA nicht am Arbeitsplatz befindet und dass Unternehmen den Lohn und die Lohnebenkosten tragen muss.

Innere Kündigung: Bezeichnet man auch Flucht durch innere Fehlzeiten, wenn die MA ihr Leistungspotential nur zu einem bestimmten Prozentsatz ausnutzen.

Fluktuation: Die letzte Konsequenz der Flucht durch innere Kündigung ist dann gegeben, wenn die Mitarbeiter aus eigenem Antrieb das Unternehmen verlassen.

Alle vier Aspekte sind Zeichen der Frustration und Gegenspieler der Motivation.

Erläuterung:

Störung des Betriebsklimas: Bei der Störung des Betriebsklimas handelt es sich um offene Aggressionen, da diese im vergleichsweise selten sind und nur Einzelfälle darstellen. Fest steht: Treten diese offenen Aggressionen auf, müssen Sie schnell abgestellt werden.

Fehlzeiten: Die Fehlzeiten in Deutschland weisen bekanntermaßen eine starke Varianz auf. Mittels einer Schnittstelle zur Lohn und Gehaltsabrechnung lassen sich diese Stille Kosten leicht quantifizieren.
Beispiel: Eine Fa hat 20 Mitarbeiten mit einem Brutto Lohn von durchschnittlich 50.000 p.a. Die Fehlzeiten belaufen sich aufgrund mangelnder Personalführung (Personalverwaltung wird mit Personalführung gleichgesetzt) auf, statt 3% (Durchschnitt) auf 8% , dann liegt die Manövriermasse für diesen Bereich bei 5% * 100.000 € * 20 = 100.000 € p.a um moderne Personalinstrumente innerhalb des Betriebes einsetzen zu können.

Innere Kündigung: Nach einer EMNID Studie fallen auf 30% der innerlich gekündigte Mitarbeiter, Gegenleistungen von 10 % – 40 % der gesamten Arbeitszeit an, die durch willentliche oder unwillentlich innere Kündigung verloren gehen.

Beispiel: Eine Firma hat 20 Mitarbeitende, mit einem Brutto Lohn von durchschnittlich 50.000 p.a. Im Schnitt entstehen hier 25 % Stille Kosten auf 30% der Belegschaft in Höhe von 150.000 €.

Fluktuation: Wie die Kosten der Fehlzeiten lassen sich auch die Kosten der Fluktuation, über eine mehrjährige Statistik messen. Wenn rein rechnerisch, nach einer empirischen Vermutung von FEIGE 30 % aller Mitarbeiter das Unternehmen nach der Probezeit wieder verlassen, von denen 80 % bereits am ersten Tag innerlich gekündigt haben, entsteht in unserem Musterbetrieb folgende zusätzlich- im Einzelfall zu spezifizierende- Kostenarten. Addieren wir nun die Positionen Fehlzeiten und innere Kündigung so entstehen bei unserem Musterbetrieb mit 20 MA pro Jahr Produktivitätseinbussen von 250.000 € was immerhin 12,5 % der gesamten Lohn und Gehaltssumme entspricht.

 

 

2017-05-09T04:28:34+00:00 Tags: |